Gruppentraining

21. Mai 2017 G 0

Gruppentraining (group training), Training in der Gruppe (Trainingsgruppe) als typische Organisationsform im Schwimmtraining, die sowohl ökonomisch (ein Trainer für mehrere Sportler, Auslastung der Wasserfläche) als auch vor allem pädagogisch-psychologisch begründet ist (Kraft der Gemeinschaft). Mit zunehmender Spezialisierung muss der Trainer lernen, differenzierte Trainingsaufgaben zu stellen (Kurz-, Mittel-, Langstreckler) ohne den Zusammenhalt der Gruppe (→Gruppenkohäsion) zu schwächen. Selbst der hoch individualisierte Topsportler sucht immer wieder die Gruppe, da sich im Kampftraining der „innere Schweinehund“ besser überwinden lässt und letztlich bleibt „geteiltes Leid halbes Leid“.

Entsprechend der Gruppenstruktur (Ausbildungsniveau, Alter, Geschlecht usw.) und der Trainingsmöglichkeiten bieten sich folgende Untergruppen an:

  • Leistungsgruppen (zudem sehr motivierend, z.B. eine Bahn für die leistungsstarke Gruppe),
  • „Sprint“ und „Langstreckengruppe“ („kurz“ und „lang“)
  • nach Schwimmarten (im Hochleistungstraining)
  • nach verschiedenen Zielen/Hauptwettkämpfen durch unterschiedliche Trainingsprogramme.

Exkurs (zur Diskussion); „Gruppentraining ist out. – Das Training in der Gruppe als optimale Vorbereitung von Einzelsportlern ist out! Heute geht es um Details, diese lassen sich nur im individuellen Training bearbeiten. Außerdem ist jeder Sportler anders, unterscheidet sich auf vielfältige Weise von anderen und muss daher auch individuell trainiert werden. Sich jedem Sportler individuell zuzuwenden, mit ihm ein „Partnership Program“ zwischen Athlet, Trainer und Familie zu realisieren ist mehr wert, als moderne Herzfrequenzmesser, Laktat- oder Videoanalysegeräte am Beckenrand.(Goldsmith, 2008, S.35).


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