Stretching

02. August 2017 St 0

Stretching (to stretch „dehnen, strecken“), Methode des Dehnens, bei der die Dehnposition langsam eingenommen und dann über einen Zeitraum von 10 – 60 Sekunden gehalten wird (auch: statisches Dehnen, Dauerdehnen). Stretching wird im Beweglichkeitstraining und beim Aufwärmen eingesetzt, wobei letzteres zunehmend kritisch gesehen wird. So sollte besonders vor Schnellkraftleistungen ein ausführliches Stretching vermieden oder zumindest statisches Stretching durch dynamisches Stretching ersetzt werden (Nelson et al. 2005). Damit ist das über Jahre verworfene aktiv-dynamische (federnde) Dehnen wieder „hoffähig“. Das erfordert aber eine exakte (erlernte) Durchführung der Übungen, damit die „alte Zerrgymnastik“ vermieden wird. (Turbanski, 2005).

Bei Schwimmern hat sich die postisometrische Dehnungsmethode (→Relaxation, postisometrische) durchgesetzt. Eine verletzungsprophylaktische Wirkung unmittelbar vor dem Training wurde nie nachgewiesen. Langfristig könnte aber das Risiko von Muskel- und Bänderverletzungen reduziert werden, denn regelmäßiges Dehnen stabilisiert das Bindegewebe. Besonders sinnvoll ist es bei der Nachbereitung von Trainings/Wettkampfeinheiten zur Regeneration der Muskulatur, aber nicht zur Behebung von Muskelkater und angeblichen muskulären „Verkürzungen“. Es sollte deshalb fester Bestandteil des Beweglichkeitstrainings sein. Allerdings zeigte eine Studie in Heidelberg, dass sich nur zwei Drittel der befragten Schwimmer regelmäßig dehnen (Schneider et al. 2011).

„Dehnen ist kein Schutzbrief gegen Sportverletzungen, kann aber dabei helfen, das Risiko zu senken“. (Prof. Froboese, DSHS-Köln)

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