Wettkampfbeobachtung

15. August 2017 W 0

Wettkampfbeobachtung (observation of competition), nomen est omen. Mit der zunehmenden Digitalisierung wurde die Wettkampfanalyse das tragende Element der Wettkampfbeobachtung. Im Fußball wird inzwischen jeder Spielzug registriert und es würde nicht verwundern, wenn sogar das unbeabsichtigte Öffnen eines Schnürsenkels erfasst wird. Aber alles lässt sich (noch nicht) digitalisieren und so sind für bestimmte Bereiche des Wettkampfes zusätzliche Beobachtungen erforderlich. Im Schwimmen z.B. Einschwimmen, Aufwärmen, Zwischenwettkampftraining bis zu Fragen des Tagesablaufes (Mikrozyklus), der Ernährung usw. Dazu braucht man Experten, die nach einer vorher festgelegten Konzeption Fakten ermitteln und diese für langfristige Informationen oder Schnellinformationen aufbereiten. Zunehmend steht das Verhalten der Schwimmer (der eigenen wie der Gegner) im Fokus. Dies ist für Psychologen, die eine Mannschaft betreuen, von zentraler Bedeutung. Eine effektive Wettkampfbeobachtung setzt eine klare Konzeption voraus. Fehlt diese, besteht die Gefahr, einen Touristen mitzuschleppen. Die Ergebnisse sollten nach dem Wettkampf zusammen mit der Wettkampfanalyse, TV-Aufzeichnungen im Kreis der nominierten Trainer ausgewertet werden, um entsprechende Strategien festzulegen.
Da Beobachterposten in der Regel rar (teuer) und damit die zu lösenden Aufgaben der Wettkampfbeobachtung begrenzt sind, empfiehlt sich eine Konzentration auf Topschwimmer, konkrete Fragestellungen oder im Inland der Einsatz von gut eingewiesenen Sportstudenten oder Trainerschülern.  →Beobachter,


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