Makrosystem

18. April 2020 M 0

Makrosystem (nach Bronfenbrenner) (macrosystem), Systemebene nach dem ökosystemischen Ansatz des amerikanischen Psychologen Bronfenbrenner, der die Entwicklung des Menschen als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ versteht (1981, 19). Dabei prägt das Makrosystem die ihm untergeordneten Systeme (Mikro-, Meso– und Exosysteme) und kann als „die alle Individuen regulierende Gesamtkultur verstanden werden“ (Oerter 1987, 93). Zum Makrosystem zählen Ideologien, Einstellungen, Überzeugungssysteme, Kultur, Werte– und Normensysteme sowie die übergeordneten Standards für Geschlechterrollen.

Baur (1989) hat das Modell von Bronfenbrenner auf den Sport übertragen, indem nach seiner dialektischen Entwicklungskonzeption die individuelle biogenetische Ausstattung des Menschen die Basis für dessen körperliche und geistige Entwicklung ist. Carlson (1993) kommt nach Untersuchungen zur Drop-out-Problematik zur Erkenntnis, nur wenn die Umgebungsstruktur des Sportlers mit direktem und indirektem Einfluss auf die sportliche Entwicklung aus allen vier Systemen entwicklungsgerecht ist, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der förderungswürdige Sportler den gesamten langfristigen Leistungsaufbau aktiv und erfolgreich vollzieht. Dabei bestimmt das Makrosystem wesentlich die Förderung des Leistungssports durch Staat, Länder und Kommunen.

Mehr zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=TMQ2AYrnHWQ (Zugriff 20.04.2020)


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