Post-Activation Potentiation (PAP)

17. November 2021 P 0

Postaktive Potenzierung (PAP) (Post-Activation Potentiation(„Postaktivierungsverstärkung“), auch neuromuskuläre Präaktivierung; ein gut beschriebenes Phänomen mit einer kurzen Halbwertszeit (~28 s), das die Muskelkraftproduktion bei submaximaler Kalziumsättigung (d. h. submaximaler Muskelaktivierung) erhöht. Sie wurde weitgehend durch eine erhöhte Phosphorylierung der leichten Myosinkette in Typ-II-Muskelfasern erklärt, und ihre Auswirkungen wurden beim Menschen durch Messung der Muskelkraft nach einer Muskelkontraktion quantifiziert.

Diese akute Erregung des neuromuskulären Systems tritt nach bestimmten Übungen ein (z. B. 5RM-Kniebeugen), worauf nachfolgende explosive Leistungen verbessert wurden. Das trifft für Bewegungshandlungen wie Springen, Sprinten, Werfen, Treten und sogar das Ändern der Richtungsgeschwindigkeit zu. Dabei sollte die Konditionierungsübung biomechanisch der Leistungsaktivität ähnlich sein. Zum Beispiel kann eine Rückenkniebeuge verwendet werden, um einen Conter-movement-jump (CMJ) zu verbessern, da sie biomechanische Ähnlichkeiten aufweisen (Quelle s.u.). Nach maximalem Hüpfen (Hoppings) war die Leistungsfähigkeit in unmittelbar darauffolgenden Niederhochsprüngen erhöht. Dabei sollte die Zielbewegung 10 s nach der 10 maximale Hoppings umfassenden Konditionierungsaktivität ausgeführt werden (Bergmann et al. 2014, S.23).

Diese Trainingsmethode wurde erst in den letzten Jahrzehnten wissenschaftlich nachgewiesen, ist aber seit längerem als posttentanische Potenzierung in der Sportwissenschaft bekannt, so auch im Schwimmen (Handcock et al. 2014, Witt 2005). Literaturrecherchen deuten darauf hin, dass ein PAP-Aufwärmtraining zu einer signifikanten Verbesserung der Sprintleistung beim Laufen führen kann, insbesondere bei kurzen Läufen (Azcarate Argote 2019). Mit Erfolg haben unsere Kurzstreckler unmittelbar vor dem 50m-Sprint 10 Armzüge an der Biobank absolviert. Barbosa et al. (2020) bestätigen, dass Aufwärmübungen mit PAP-Konditionierungssätzen die Schubkraft verbesserten. Es soll sich hierbei um einen sehr kurzzeitigen Speichereffekt handeln (Güllich & Krüger, 2013, S.169), der sich im Schwimmen nur auf den ersten Meter eines 50m Rennens nachweisen ließ (Cuenca-Fernández et al. 2020). Eine direkte Auswirkung auf die Schwimmleistung konnte nicht nachgewiesen werden. Die meisten Studien zeigten hingegen eine signifikante Steigerung der sportlichen Leistung in Verbindung mit mäßig langen Erholungsintervallen (Jaffe et al. 2018). Dieser Nachweis lässt sich aber nicht immer führen, wenn mehrere physiologische Prozesse bereits durch ein vorangegangenes, umfassendes, aktives Muskelaufwärmen hochreguliert worden sind (Blazevich & Babault, 2019). →Vorbelastung

Mehr zum Thema:https://www.scienceforsport.com/post-activation-potentiation/ (engl. Zugriff 17.11.21)


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