Vorbelastung

12. August 2017 V 0

Vorbelastung (preload), 1. im Sinne einer genetischen bedingten Veranlagung für bestimmte Krankheiten oder psychische/physische Merkmale.

  1. wettkampfnahe Belastungsformen vor einem Wettkampf oder Test, unmittelbar als Bestandteil der Erwärmung (→Sprint, schnellkräftigende Züge an der Schwimmbank im Sinne der Mobilisierung, s.Exkurs) oder als wettkampfspezifische Ausdauer drei bis fünf Tage zuvor. Sie ist ein trainingsmethodisches Element des Hochleistungstrainings und beruht auf Erfahrungswerten mit dem jeweiligen Sportler (hochgradig individuell).

Exkurs: ähnliche Erfahrungen sind aus dem Hochsprung bekannt, wo einige Kniebeugen mit hohen Gewichten kurz vor dem Sprung halfen, die Leistung zu steigern. Dies wird auf die Post-Activation Potentiation (PAP) zurückgeführt, die durch gesteigerte Kraftentfaltung einen erheblichen leistungssteigernden Effekt haben kann. Bei amerikanischen Leistungsschwimmern konnte durch PAP (hier: 4x10m Kraul gegen Widerstand) eine signifikante Leistungssteigerung um 0,54 sec über 100m Kraul gegenüber einer Gruppe ohne PAP-Vorbelastung nachgewiesen werden. Allerdings wird auf das beschränkte Zeitfenster der Wirksamkeit hingewiesen, das disziplinspezifisch wie auch individuell zu ermitteln ist (Hancock et al. 2014).


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