Repräsentation

05. Juli 2017 R 0

Repräsentation (representation), lat. repraesentatio „Darstellung“; mehrdeutiger Begriff in Philosophie, Neurobiologie und Psychologie. Dort „Sammelbezeichnung für alle Arten von Abbildungen, die in höheren tierischen Organismen und beim Menschen verwirklicht werden. Repräsentiert, in einem anderen Menschen abgebildet sein, können sowohl externe Objekte und Vorgänge als auch erlebnishafte Gegebenheiten“ (Häcker & Stapf, 2004). Somit veranschaulicht eine mentale Repräsentation etwas, das nicht anwesend ist. Damit wird wieder der Bogen zur Politik geschlagen, wo die Repräsentation (z.B. Botschaft) eine Gesamtheit (Gruppe, Land) (in Abwesenheit) vertritt.

Mediziner und Psychologen beschäftigen sich seit über einem Jahrhundert mit der internen Repräsentation und Vorstellung von Bewegungen (→Bewegungsvorstellung). Auf dem Grundprinzip der Regulation interner Repräsentationen beruht das Mentale Training (DSHS Köln) oder Ideomotorische Training (DHfK Leipzig) als anerkannte Trainingsform der Sportpsychologie. Das Grundprinzip beruht dabei auf der Entwicklung einer angemessenen Handlungsvorstellung als interner Repräsentation die das Erlernen, Stabilisieren und Optimieren einer Handlungs – und/oder Bewegungsausführung (Strategie– und Taktiktraining) unterstützt (Eberspächer & Immenroth 1999). Den größten Effekt erreichen Sportler, die mentales und praktisches Training kombinieren, vorausgesetzt sie kennen den Bewegungsablauf und haben davon eine mentale Repräsentation.


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