Starttraining

01. August 2017 St 0

Starttraining (starttraining), Erarbeiten der technischen Abläufe und der konditionellen Voraussetzungen für einen optimalen Start bei Wettkämpfen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen (Becken, →Freiwasser, →Behinderte). Besonders für Sprinter ist das Niveau des Starts leistungsbestimmend, da es eine hohe Anfangsgeschwindigkeit sichert. Deshalb sollten größere Zeiträume für Messplatztraining eingeräumt werden. Das „nun macht noch mal 10 Starts“, weil zu Ende des Trainings noch etwas „Luft“ ist, reicht für eine qualitative Verbesserung der Starttechnik nicht aus. Es existieren verschiedene methodische Varianten zur Ausführung eines schnellen Startsprunges. Im Sinne einer vielseitigen Ausbildung sollten alle Startvarianten ausprobiert und erst im späteren Stadium des langfristigen Leistungsaufbaus entsprechend der körperlichen und konditionellen Voraussetzungen (hier besonders wichtig: Sprungkraft, Rumpfkraft, Beweglichkeit in Fuß– und Hüftgelenken) eine Variante bevorzugt werden. Für die Vermittlung des Startsprunges ist es wichtig, auf die Besonderheiten der azyklischen Bewegungen einzugehen. Hierbei sollte vor allem auf einmalige, maximal schnellkräftige Bewegungen (Schnellkraft) mit ausreichender Erholung wert gelegt werden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass ausreichend Zeit zur Festigung und Stabilisierung der Bewegung bzw. bei Bewegungsänderungen eingeplant wird. Für das Erlernen der Startbewegung lässt sich die komplexe Bewegung auch gut in Teilbewegungen untergliedern. Zur Kräftigung werden bevorzugt Vertikalsprünge durchgeführt. Eine Studie (Rebutini et al. 2016) zeigte, dass plyometrisches Weitsprungtraining die horizontale Startgeschwindigkeit (16%), die horizontale Geschwindigkeit beim Wassereintritt (22%) und die Spitzenwinkelgeschwindigkeit für das Knie (15%) und die Hüftgelenke (16%) signifikant verbesserte, weshalb die Autoren auch das Weitsprungtraining empfehlen.

Für die einzelnen Phasen des Startabschnittes werden im Rahmentrainingsplan HLT des DSV Orientierungswerte vorgegeben, die aus den Wettkampfanalysen internationaler Wettkampfhöhepunkte abgeleitet wurden. Dabei sind immer die individuellen Gegebenheiten (→Körperbau, Niveau der →konditionellen Fähigkeiten, Wettkampfstrecke usw.) zu beachten.

Für die gewählten Einschätzungskriterien gilt:

0sehr gut        =         Bereich der Spitzenwerte der weltbesten Schwimmer/innen in der Disziplin

gut                   =         Bereich eines Mittelwertes der weltbesten Schwimmer/innen in der Disziplin

schwach        =         deutlich schlechter als der Mittelwert in der Weltspitze

Orientierungswerte für den Start (nach Küchler RTP HLT des DSV 2008)

 

 


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