Kondition

03. Dezember 2019 K 0

Kondition (condition), lat.condicio „Bedingung, Vorschlag‚ Angebot, Verhältnis, Beschaffenheit, Zustand, Verfassung“; Körperliche Leistungsfähigkeit, in der engeren Begriffsfassung auf die überwiegend physischen Faktoren Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und (bereits erweitert) Beweglichkeit beschränkt und als konditionelle Fähigkeiten (Basisfähigkeiten) ausgewiesen. Damit ist Kondition mehr als nur Ausdauer oder nur Kraft. Kondition ist die Grundlage vielfältiger sportartspezifischer (konditioneller) Fähigkeiten wie Wurfkraft, Sprungkraft, Frequenzschnelligkeit, Wettkampfausdauer usw. (s. Abb.). Bei der weiteren (hier nur erwähnten, aber nicht verwendeten) Begriffsfassung werden die koordinativen Fähigkeiten und die psychisch-sozialen Leistungsfaktoren mit einbezogen. Kondition im weiteren Sinne ist abhängig vom Alter, dem Genotyp, den koordinativen Steuermechanismen, der Psyche und dem Trainingsalter (Grosser u.a. 2004). Kondition ist mehr als nur Ausdauer oder Kraft, wie  →Athletik, →Trainingszustand, →Leistungszustand, →Form, sportliche

„Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nichts“  unbekannter Trainer (Quelle: www.aphorismen.de)

Exkurs: Im Rahmen der Spezialisierung (Arbeitsteilung) im Hochleistungstraining werden Konditionstrainer (→Athletiktrainer) eingesetzt, die zumeist bei den OSP eingestellt sind und mehrere Sportarten betreuen. Die Basis ist ein funktionelles Training (→Funktionskreis), das sich an Bewegungsähnlichkeiten dieser Sportarten orientiert (z.B. Sprungkraft, Core-Training). Trotzdem ist ihr Berufsbild (Athletiktraining, Coaching und Rehabilitation) auch international noch recht „inkonsistent und verworren“ (Gillham et al. 2017).

Abb.: Trias der Kondition (nach Harre & Leopold, 1986)

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