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Begriff

Eiweiße

Eiweiße (proteins), Proteine, Energieträger, die neben Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff noch zusätzliche Elemente wie Stickstoff aufweisen. Eiweiße tragen in Ruhe zu 2,5% zum Energiestoffwechsel bei, unter Belastung bis 10%. Sie sind entscheidend am Aufbau von Körperstrukturen beteiligt, z.B. der Muskulatur (→Anabolismus), ferner sind Enzyme, Hormone und Antikörper spezielle Eiweißmoleküle. Grundelement der Eiweiße sind die Aminosäuren, die für den Menschen unverzichtbar sind, da nur durch sie der notwendige Stickstoff aufgenommen wird. Man spricht auch vom „Grundstoff allen Lebens“. →Proteinsynthese

Fisch, Fleisch, Hühnereiweiß und von pflanzlichen Eiweißen lediglich die Sojabohne haben eine biologische Wertigkeit von 100%. Für die meisten Sportler ist mit einem Anteil von 10-15% der zugeführten Kalorien der notwendige Bedarf an Eiweiß gedeckt. Gewichtsreduktionsprogramme sind problematisch, wenn damit zu wenig Eiweiß angeboten wird, da der Körper nicht auf Reserven zurückgreifen kann, weil Eiweiß nicht gespeichert wird. Damit schwinden Kraft und Muskelmasse. Sinnvoll ist eine erhöhte Zufuhr bei Kraftsportlern oder in Phasen verstärkten Krafttrainings. Für den Muskelaufbau ist es effektiver, Eiweiße vor dem Training einzunehmen. Somit ist die Kombination von Kohlehydraten und Eiweißen die Basis für höhere Trainingsbelastbarkeit und durch den Wiederaufbau von Muskelglykogen für verbesserte Regeneration (Schmidt-Trucksäss, 2003).

Für Schwimmer wird je nach Trainingsbelastung mindestens eine tägliche Eiweißzufuhr von 1,4 g pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Problematisch kann die Versorgung mit Eiweißen bei Schwimmern werden, die insgesamt zu wenig essen, dominant Kohlehydrate verzehren und das bei hohen Trainingsbelastungen kombiniert mit Krafttraining (in dem Fall +20% mehr Eiweiß). (Wagner & Schröder, 2015). →Sporternährung

Quellen

  • Wagner & Schröder (2015). Eiweiß – tierisches und pflanzliches Eiweiß kombinieren. Swim & more, 12/42/43 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • Sauerstoff(Oxygen), griech. oxýs - scharf, sauer und gennaein - erzeugen, hervorbringen …
  • Energiestoffwechsel„Gesamtheit der energiebereitstellenden und energieverbrauchenden …
  • TrainingsbelastungGesamtheit der im Training auf den Sportler einwirkenden physischen und …
  • AnabolismusGriech. anabolé „Vertagung, Aufschiebung“; Aufbaustoffwechsel …
  • EnzymeGriech. en „in“ + zymē „Gärungsmittel, Sauerteig“ …
  • HormoneGriech. ὁρμᾶν hormān „antreiben, erregen“ …
  • AntikörperZu den Gammaglobulinen (Immunglobulin) gehörende Eiweißkörper, die gebildet werden …
  • AminosäurenAus einer Carbonsäuregruppe und einer an Kohlenstoff angebundenen …
  • BetriebsstoffwechselStoffwechsel, der die zur Aufrechterhaltung des Lebens …
  • Brennwert(Physiologie), in einem Stoff enthaltene thermische Energie (Wikipedia) …
  • ClenbuterolSubstanz aus der Gruppe der Beta-2-Agonisten …
  • EnergiespeicherAus der Technik (z.B. Batterie) in die Physiologie übernommener Begriff für …
Überarbeitet am 12. April 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Eiweiße. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/eiweisse/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).