Elastizität

12. April 2017 E 0

Elastizität (elasticity), mechanische Eigenschaft eines Systems oder Stoffes durch Druck oder Dehnung nur vorübergehend seine Form zu ändern und danach wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. So sichern etwa 27% organische Anteile in den Knochen dessen Elastizität. Auch der Muskel verfügt über Elastizität, indem er sich nach einer Dehnung wieder verkürzt, wofür vor allem die serienelastischen Komponenten der Sehnen zuständig sind. Erst Ende des letzten Jahrhunderts entdeckte man mit dem Titin das dritte Struktureiweiß des Muskels und konnte damit einen weiteren Beitrag zur Erklärung der elastischen Eigenschaften des Muskels leisten. Diese Elastizität des Muskels hat im Hochleistungssport einen leistungsentscheidenden Einfluss (Witt 2004). →biomechanische Prinzip der Anfangskraft Hooke’sches Gesetz, →Rückstellkraft

Beispiel: Um die Kräfte und Lasten zu „ertragen“ bilden die Knochen des Fußes drei Gewölbe, deren Stabilität von der Elastizität der Bänder, Gelenkkapseln, Muskeln und Sehnen bestimmt werden.

Die Weltrekordentwicklungen im Sprint ist weniger eine Frage der Erhöhung der Kraftfähigkeiten, sondern der Verminderung des Widerstandes. Die Zukunft liegt darin, die Vorteile der Elastizität der Muskeln zu nutzen, so dass der Körper nicht aus sich unabhängig voneinander bewegenden Bestandteilen besteht sondern als einheitliches Ganzes funktioniert.“ Gennadi Touretski, Trainer von Alexander Popow (https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/3028678 – Zugriff am 9.02.2019)


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