Akzentuierung

15. März 2017 A 0

Akzentuierung (accentuation), lat. accentare „betonen“; die Betonung oder Hervorhebung bestimmter Passagen oder Tonlagen in Sprache und Musik.

Im Training versteht man unter Akzentuierung eine „schwerpunktmäßige Ausbildung einzelner Leistungsvoraussetzungen“ (Schnabel & Thieß, 1993), die auch im Trainingsprinzip der Akzentuierung und Kontinuität Berücksichtigung findet. Dem Prinzip liegt die Erfahrung zugrunde, dass sich jede Trainingsmethode über die Zeit abnutzt. Stereotype Belastungen führen zu einer „Reaktionsträgheit der organismischen Systeme“, die Stagnation oder auch Leistungsrückgang zur Folge hat (Israel, 1994). Wir stehen also im Training vor der Aufgabe, einerseits die Zeiträume zu nutzen, die zur Ausbildung einer Fähigkeit erforderlich sind, andererseits Monotonie zu verhindern, da die Systemintegration nur durch Reizwechsel neu organisiert wird. Dabei bilden Kontinuität und Diskontinuität eine Einheit, wobei der Schwerpunkt (Akzent) nicht aus dem Auge verloren gehen darf. Die Akzentuierung bestimmt sowohl die Trainingseinheit als auch die Zyklisierung des Trainingsaufbaus in jeglicher Form (→Blocktraining). Sie wird im Nachwuchstraining maßgeblich durch die Alters- und Geschlechtsbesonderheiten bei Dominanz der planmäßigen Akzentuierung motorischer Lernprozesse (Schnabel, G.  & Jähnig 1984), im Hochleistungstraining durch die methodische Reihung bei der Ausbildung der konditionellen Fähigkeiten bestimmt. →Zyklisierung


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