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Begriff

Hypothermie

Hypothermie (hypothermia), Unterkühlung des Körpers (34° als Schwellenwert) Celsius oder eines Gewebes, die lokal Erfrierungen und allgemein Gesundheitsschäden bis zum Tode herbeiführen kann. Die Hypothermie kann in drei Phasen erfolgen:

  • Abwehr durch Muskelzittern, um die Körpertemperatur auf 34 – 37°C zu halten,
  • Erschöpfung – angezeigt durch Bewusstseinstrübung bei Körpertemperaturen unter 34°C,
  • Lähmung bei Körpertemperaturen unter 27°C und in der Folge Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen bis zum Stillstand von Atmung und Kreislauf.

Unterkühlung ist in Wintersportarten und im Schwimmen anzutreffen und äußert sich in Schläfrigkeit/ Trägheit, Gedächtnisverlust/ benommenes Sprechen, Verwirrung/ unruhige Hände und Zittern und Erschöpfung. Bei Auftreten dieser Symptome sollte zunächst die Temperatur gemessen werden. Liegt sie unter 34°C, ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen und der Unterkühlte aufzuwärmen. Andererseits verdankt etwa jeder sechste Patient nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand dem Kältemanagement (Hypothermie) ein gutes Weiterleben ohne größere neurologische Beeinträchtigungen (http://www.welt.de/gesundheit/article137400631/Kaelte-verschiebt-Grenze-zwischen-Leben-und-Tod.html, Zugriff am 5.07.2016).

Exkurs: In einer Studie wurden 8 Schwimmer Wassertemperaturen unter 11°C ausgesetzt. Die subjektiven Empfindungen bei diesen erfahrenen Schwimmern zeugten von einer guten Einschätzung zumutbarer Belastungsdauer. Alle verließen freiwillig das Wasser mit Rektaltemperaturen, die keine Gefahr für Menschen darstellen, die in sicherer Umgebung wieder aufwärmen können. Dauerschwimmen unter harten Wettbewerbsbedingungen oder Wasser unter 9 Grad Celsius kann aus Sicherheitsgründen eine kontinuierliche Temperaturüberwachung erfordern (Kaetinge et al. 2001). Die Wassertemperatur beim Freiwasserschwimmen muss laut FINA-Regel mindestens 16 °C betragen.

Mehr zum Thema

  • WebHypothermie flexikon.doccheck.com · Zugriff 15.08.2019

Verwandte Begriffe

  • UnterkühlungHypothermie; Absinken der Körpertemperatur durch äußeren Wärmeverlust …
  • KörpertemperaturTemperatur des Körperinneren (Körperkerntemperatur) …
  • ErschöpfungExtreme Form der Ermüdung, die nach hohen Belastungen in Training und Wettkampf …
  • BewusstlosigkeitBewusstlosigkeit kann durch Blutdruckabfall nach hohem …
  • AtmungAufnahme der Luft in die Alveolen der Lunge zum Gasaustausch.
  • Herz-Kreislaufsystem(Kreislauf) (heart circulation system), kardiovaskuläres System, Transportsystem …
  • SchweißGriech. hydros „Schwitzen“; Flüssigkeit der Schweißdrüsen …
Überarbeitet am 28. Mai 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Hypothermie. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/hypothermie/ (abgerufen am 12. Oktober 2026).