Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung

29. Juni 2017 P 0

Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung (principle of the unit of perception and movement), Bei jeder Bewegung wird wahrgenommen und zugleich gibt es keine Wahrnehmung ohne Bewegung. Bei sportlichen →Bewegungshandlungen wird die automatisierte →Handlung (→Automatisierung) als unbewusstes Geschehen („es geht wie von allein“) erlebt, d.h.Wahrnehmungs- und Bewegungsprozesse, Körper-Ich und Umfeld (einschließlich Sportgerät) fließen in ganzheitlichen Erlebnissen zusammen“ (Gabler 2000). →Stereotyp, dynamisch-motorischer

Exkurs: „Das Bewegungsverhalten des Kleinkindes zeichnet sich aus durch sinnliches Wahrnehmen, das An- und Erfassen, das Zu- und Begreifen, Krabbeln, Klettern und aufrechte Gehen. Hierin tritt die typisch kindliche Form des Wissenserwerbs zum Vorschein, die besonders sinnlich und körperlich ist. Wo der Erwachsene weitaus mehr Information über die beiden Fernsinne des Sehens und Hörens aus der Umwelt aufnimmt (z.B. körperarmes Arbeiten am Bildschirm, Meetings bzw. Sitz(!)ungen statt Gehungen, usw.), treten Kleinkinder mit den Nahsinnen des Tastens, Spürens, Leckens sowie dem Bewegungssinn (Propriozeption) mit der Umwelt in direkten Körperkontakt. Als Erlebnisse aus „erster Hand“ ist kindliches Lernen folglich nahsinnliches, direktes und spürbares Lernen. Kinder erwerben somit „handfeste“ Information durch den leibhaften Umgang, d.h. indem sie dem Wissen körperlich habhaft werden. Somit sind Bewegung und Wahrnehmung eine unauflösliche Einheit und dienen als Grundlage für späteres Wissen auch noch im Erwachsenenalter.“ (Schwarz, R. (04.2014) Die Bedeutung der Wahrnehmung für die Bewegungsentwicklung. Verfügbar unter:h t t p : //www.kita-fachtexte.de/XXXX. Zugriff am 16.01.2018)

 

Mehr zum Thema: http://www.grin.com/de/e-book/96733/der-zusammenhang-zwischen-wahrnehmung-und-bewegung


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