Trockenübungen (on-land exercises), aus dem Amerikanischen übernommener Ausdruck für Üben schwimmtechnischer Elemente an Land, z.B. vor dem Wassertraining mit dem Ziel „korrekte Sinneswahrnehmung zu erzeugen und das Verfahren der Selbstkontrolle zu erwerben“ (Haljand, 1966). Es sollte dabei einer der Schwimmlage adäquate Haltung eingenommen werden (zumindest Oberkörper vorbeugen, besser Schwimmbank). Günstig ist das Üben mit Partner oder zur Selbstkontrolle vor dem Spiegel, dann wieder mit geschlossenen Augen. Die einzelnen Stellungen sollten exakt beschrieben und begründet werden können. Was man selbst beschreibt, bleibt besser haften. Anschließend sollte immer im Wasser geübt werden (das an Land Erfahrene ins Wasser übertragen), da sich durch den fehlenden Wasserwiderstand an Land eine andere Abfolge des Muskeleinsatzes (→Sequenzierung) ergeben kann.
Begriff
Trockenübungen
Verwandte Begriffe
- SelbstkontrolleSelbstbeherrschung, Selbstorganisation
- SchwimmbankSpezifisches Kraftgerät zur Simulation von Schwimm –Zugbewegungen der Arme gegen …
- WasserwiderstandWiderstand, der beim Schwimmen durch die Verschiebung der …
- SequenzierungLat. sequentia „(Reihen)folge“; allgemein eine Aufeinanderfolge von etwas …
- KörperlageKörperhaltung Wasserlage
- Regulationssystem, kognitivesTeilsystem der Regulationsstruktur von Handlungen …
- Biomarker- messbare biologische (genetische, anatomische, physiologische oder biochemische) Merkmale …
- BewegungsstärkeAls Bewegungsmerkmal die „Maßbezeichnung des Krafteinsatzes“ …
- Zyklusweg (sz)Strecke, die der Schwimmer (exakt der Körperschwerpunkt) mit einem …
- DiskrepanzinformationLat. dis-crepare „auseinander krachen …
- Überkorrekturübertriebene Korrektur einer von der Zielbewegung (Leitbild) …
- BewegungsprogrammAuch motorischer Plan, Bewegungsplan …
Schlagwörter
Zitiervorschlag
Rudolph, K. (2017). Trockenübungen. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/trockenuebungen/ (abgerufen am 16. Oktober 2026).