Willkürbewegungen

15. August 2017 W 0

Willkürbewegungen (voluntary mevements), auch Willkürmotorik, Bewegungen der dritten Stufe in der Hierarchie der Motorik, die räumlich-zeitlichen Innervationsmustern des phylogenetisch jüngeren Teils des Kleinhirns (Neocerebellum) entspringen und sich durch den höchsten Grad an Komplexität und bewusster Kontrolle auszeichnen. Durch ihre Kopplung an die Wahrnehmung ermöglichen sie die Anpassung der Bewegung an die Umgebung. Willkürbewegungen können erlernt und durch Training verbessert werden.

Exkurs: „Bei zielgerichteten motorischen Handlungen wirken viele Gehirnareale in einer Funktionsschleife zusammen: Sie verarbeiten etliche visuelle und andere sensorische Reize — etwa Zurufe der Mitspieler oder das unangenehme Gefühl eines Muskelkaters im Arm vom gestrigen Spiel -, setzen die Einzelinformationen zu einem großen Ganzen zusammen, rufen Erinnerungen an ähnliche Situationen aus dem Gedächtnis ab, sortieren unerwünschte Handlungen aus, treffen eine Entscheidung über das Bewegungsziel, legen die am besten geeignete Strategie, um dieses zu erreichen, fest, sortieren nicht-​zielführende Handlungsoptionen aus und entwickeln unter Berücksichtigung all dieser Parameter einen Bewegungsplan, der dann im letzten Schritt von der Muskulatur in die Tat umgesetzt wird: WUMM – in die rechte obere Ecke.“ B. Osterath: Mit Taktik zum Ziel-die Bewegungsplanung (https://www.dasgehirn.info/handeln/motorik/mit-taktik-zum-ziel-die-bewegungsplanung)

 

Mehr zum Thema: http://symptomat.de/Willk%C3%BCrmotorik


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.