Geselligkeit

21. Mai 2017 G 0

Geselligkeit (sociableness), „zwangloses und zweckfreies durch gemeinsame Unterhaltung (und Amüsement) bestimmtes Zusammensein von Menschen“ (Meyers Lexikon). Geselligkeit und Gesellschaft sind elementare Bestandteile menschlichen Lebens und Schlüssel für Lebensqualität im weitesten Sinne. So belegten Forscher der Universität Cambridge mit einem Experiment, dass gesellige Menschen in zwei Hirnregionen deutlich mehr Nervenzellen haben als Einsiedler und erwarten daraus neue Erkenntnisse über Krankheiten wie Schizophrenie oder Autismus (Die WELT, 19.05.2009).

Streben nach relativ zwanglosem Miteinandersein ist auch ein wesentlicher Beweggrund, in Vereinen oder Verbänden Sport zu treiben. Damit ist Geselligkeit als Bestandteil eines breiten Spektrums sportlicher Sinninhalte ein wichtiger Baustein für Migration, gegen Diskriminierung, aber auch gegen Fluktuation und Dropouts im Sport selbst sowie die durch Fernsehen, Isolation, Leistungs- und Konkurrenzdruck verursachte Vereinsamung. Durch Geselligkeit können bereits Kinder und Jugendliche ein „Stück Demokratie“ erlernen. Der Trainer sollte verstärkt Wochenenden und Ferien nutzen, um zur Geselligkeit in seiner Gruppe beizutragen, die oft in der Hast des Alltages untergeht. Auch der Alterssport kann durch Geselligkeit, Kommunikation, Kooperation, sozialer Integration einen Beitrag gegen den Rückzug in das Alleinsein mit der Gefahr der Einsamkeit und damit für das „soziale Wohlbefinden“ leisten. →Sinn des Sports, →Sportethik

„Wir Menschen brauchen beides, Geselligkeit und Einsamkeit, um innerlich gesund zu bleiben. Eins allein wird uns immer krankmachen.“                                                      Wilhelm von Kügelgen (1802-1867) Deutscher Maler und Schriftsteller


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