Gestaltpsychologie

21. Mai 2017 G 0

Gestaltpsychologie (gestalt pschology), in den 20iger Jahren entstandene Richtung der Psychologie, die davon ausgeht, dass sich das Psychische nicht aus einzelnen Elementen zusammensetzt, sondern sich ursprünglich immer als Gestalt vorfindet. Musik wird als Ganzes empfunden und nicht als einzelne Töne. Bei der Wahrnehmung wird z.B. zwischen Figur und Grund unterschieden, wobei das Wichtige als Figur akzentuiert, während das Unwichtige in den Hintergrund tritt. Figur und Grund können miteinander konkurrieren (s. Abb.). Die Gestaltpsychologie erklärt ferner, dass wir unvollendete Gestalten als geschlossene wahrnehmen können und dazu neigen, Reize zu möglichst einfachen und prägnanten Figuren zu verbinden sowie den eigenen Körper und sein Umfeld (einschl. Sportgerät) ganzheitlich erleben können (Gabler, 2000). Diese Wahrnehmung ist hilfreich bei der Beurteilung von sportlichen Bewegungen (z.B. Wasserspringen) oder Techniken. Wenn z.B. Trainer im Nachwuchstraining ohne großen technischen Aufwand visuell und in kurzer Zeit die Schwimmtechnik beurteilen müssen (→Landesvielseitigkeitstest).→Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung

Abb.: zwei schwarze Gesichter vor weißem Hintergrund oder eine weiße Vase vor schwarzem Hintergrund (nach RUBIN, 1886 – 1951)

 

Mehr zum Thema: https://lexikon.stangl.eu/2746/gestaltpsychologie/ – Zugriff 26.05.2019


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