Verdrängung

11. August 2017 V 0

Verdrängung (repression), elementarer Abwehrmechanismus des Menschen, nach FREUD die unbewusste Unterdrückung eines Triebbedürfnisses. Das Verdrängte kann in Träumen, Fehlleistungen oder Krankheitssymptomen wieder zum Vorschein kommen und zu psychischen Störungen führen. Verdrängte psychische Inhalte sollten ins Bewusstsein gerufen werden, um sich aktiv (Psychoanalyse) mit ihnen auseinanderzusetzen (Psychologisches Wörterbuch, 2004). Umgangssprachlich wird von Verdrängung gesprochen, wenn man Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen, Ideale und Illusionen im Hinblick auf frühere Vorstellungen vom Sinn des Lebens nicht mehr wahrhaben will, weil die Realität anders ist. Das betrifft zum Beispiel viele Menschen Ostdeutschlands beim Übergang in die Bundesrepublik. →Verleugnung

Exkurs: Amerikanische Psychologen haben einen Mechanismus entdeckt, der über das Analysieren früherer Fehler zu besseren Prüfungsleistungen führte als wenn diese Fehler verdrängt wurden. Die „Analysten“ produzierten beim Test weniger Stresshormone, waren konzentrierter und erfolgreicher als die „Verdränger“. Oft macht man sich auch im Sport nicht die Mühe, die Ursachen unbefriedigender Wettkampfleistungen zu analysieren, sondern macht weiter nach dem Motto „Neues Spiel, neues Glück“. (Information DER SPIEGEL,13/2018, S.113)

„Konflikt ist nichts weiter als das Leugnen dessen, was ist, oder das Davonlaufen vor dem, was ist. Einen anderen Konflikt gibt es nicht. Unser innerer Konflikt wird immer komplexer und unlösbarer, weil wir uns weigern, uns dem zu stellen, was ist.“  Jiddu Krishnamurti (1895-1986) indischer Philosoph


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