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Begriff

Versagensangst

Versagensangst (fear of failure), „subjektiv wahrgenommene Angst, Leistungsanforderungen und Erwartungen nicht gerecht zu werden oder an persönlichen Entwicklungsaufgaben zu scheitern“. (Wörterbuch Psychologie 2004).

Versagensangst kann in allen Lebensbereichen wie Beruf oder Sexualität und auch Sport hinsichtlich der Bewältigung von Trainings- oder Wettkampfanforderungen vorkommen (→Lampenfieber, →Nervosität).  Eine große Rolle spielen hierbei Gedanken, die den Erfolg in Frage stellen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten mit sehr unterschiedlichem Erfolg:

  1. Gedanken verdrängen, was zu einem „Reboundeffekt“ führt, d.h. zu einem Teufelskreis, da gerade diese Gedanken alles überlagern und der Sportler immer ängstlicher wird.
  2. Durch Denken an etwas Neutrales kann man nur bedingt von belastenden Gedanken ablenken, da der subjektive Anreiz fehlt und der gleiche Effekt wie oben auftritt.
  3. Anders ist das, wenn an etwas Erfreuliches gedacht wird. Diese positiven Gedanken müssen sich aber so stabil im Bewusstsein verankern, dass eine Rückkehr zum negativen Gedanken nicht mehr möglich ist. In der Praxis heißt das, sich seine Stärken bewusst machen und nicht vordergründig mit den eigenen Misserfolgen und Fehlern beschäftigen.

Im Wettkampf sollte man den Rennverlauf und nicht die Person des Gegners in den Mittelpunkt stellen. Selbstbeurteilung und Selbstbild sollten nicht an Sieg und Niederlage geknüpft werden, da diese viel zu wechselhaft sind. Niederlagen sollten ebenso wie der Sieg als Komponenten sportlichen Wetteiferns akzeptiert werden (Baumann, 2006). →Wettkampfangst

 

„Ich wusste immer, dass das Leben auch weitergeht, wenn ich verliere.“ Michael Groß (zitiert in http://bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=30224365)

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Quellen

  • Baumann, S. (2006). Psychologie im Sport. Aachen: Meyer Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • AngstEin durch eine direkte oder eingebildete Bedrohung ausgelöster …
  • Leistungsziel„ein abgestecktes Ziel einer Leistung, auf welches hingearbeitet wird.“
  • SexualitätLat. sexus „Geschlecht“; Gesamtheit aller vom Geschlechtstrieb ausgehenden …
  • SportAus engl. Kurzform für disport „Zerstreuung“, „Vergnügen“ …
  • LampenfieberErregungszustand vor Prüfungen oder öffentlichen Auftritten wie Wettkämpfen …
  • NervositätZeitlich begrenzte erhöhte Reizbarkeit „im Vorfeld belastend erlebter …
  • ErfolgserlebnisFreudiges Gefühl nach der Bewältigung einer nicht leicht zu …
  • GedankenTeil oder Ergebnis des Denkens (Logik) …
  • Blockade, psychischeHemmung oder Sperrung psychischer Prozesse und psychomotorischer …
  • KindeswohlUnbestimmter Rechtsbegriff …
  • MisserfolgserlebnisErfahrung, ein selbst gestecktes Ziel …
  • Stressabbau/bewältigungMaßnahmen zum Abbau von Stress …
Überarbeitet am 11. August 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Versagensangst. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/versagensangst/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).