Ängstlichkeit

16. März 2017 A 0

Ängstlichkeit (anxiety-opponent), Neigung, bestimmte Anforderungen und Situationen als Gefahr zu erleben und darauf mit „Verteidigungs- oder Fluchtstrategien“ (Müller, in: Schnabel & Thieß,1993) zu reagieren. Die moderne Persönlichkeitspsychologie sieht in der Ängstlichkeit mehr eine Eigenschaft (mehr angeboren) und in der Angst einen Zustand.

In der sportpsychologischen Eingangsdiagnostik wird mit sportart-unspezifischen Kurzfragebögen gearbeitet, die die dispositionsbedingte Wettkampfängstlichkeit in den Komponenten kognitive Ängstlichkeit (Besorgnis), somatische Ängstlichkeit und Konzentrationsstörungen erfassen (Brand et al. 2008). Im Schwimmen sind Verhaltensweisen von ängstlichen Kindern in der Anfängerausbildung typisch. Da aber das Sportschwimmen nicht mit solchen Gefahrenmomenten verbunden ist wie in anderen Sportarten (Boxen, Skispringen, Gerätturnen usw.), muss Ängstlichkeit nicht generell als leistungsbegrenzender Faktor gesehen werden, vorausgesetzt das Schwimmen wird beherrscht. Übermäßige Ängstlichkeit bei Kindern ist oft das Resultat der Überfürsorge ihrer Eltern, die so die Entwicklung des Kindes behindern.

„Wenn Vorsicht die Mutter der Weisheit ist, so ist Ängstlichkeit ihre Schwiegermutter“ Albert Roderich (1846 – 1938), deutscher Dichter und Aphoristiker

 


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