Elektromyografie

12. April 2017 E 0

Elektromyografie (EMG) (electromyography), griech. myos „Muskel“; Aufzeichnung der Aktionsströme des Muskels bei willkürlichen Bewegungen oder elektrischer Reizung (→Elektromyostimulation).

Mit der EMG sind Aussagen über den zeitlichen Einsatz der an einer Bewegung beteiligten Muskeln und damit zur intermuskulären Koordination möglich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwies sich auch die drahtlose EMG (KINE EMG-Geräte) als ein geeignetes Mittel, um die Muskelaktivität beim Schwimmen zu analysieren und gleichzeitig uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten (Janssens et al. 2014). Zudem kann mit diesen Verfahren das funktionelle Klassifizierungssystem des Internationalen Paralympischen Komitees für das Schwimmen genauer untersucht werden (Einarsson et al. 2010). Es macht auch die Anwendung von EMG-Messungen nahezu coachfreundlich.

Beim Kraul-Armzug im Wasser zeigte sich eine hohe Übereinstimmung mehrerer Armzüge, so dass ein Armzyklus ausreichen könnte, um ein Bewegungsmuster der Schwimmer zu bestimmen (Martens et al. 2015). Das trifft bei zunehmender Ermüdung nicht mehr zu (Conceicao et al. 2010). Wenn auch auf Schwimmbänken teilweise veränderte EMG-Muster im Vergleich zum Armzug im Wasser gefunden wurden, so wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass die gleichen Muskelgruppen aktiviert werden (Kipke, 1966; Olbrecht & Clarys, 1983; Hermsdorf, 2001; Heller et al. 2004). Allerdings wird die Erstellung von Norm-Mustern für eine bestimmte Schwimmart auf der Basis der EMG verworfen (Bieder, 1999; Martens et al. 2015). Nach dem Einsatz der zeitabhängigen Frequenzanalyse von Oberflächen -Elektromyogrammen folgern Witte et al. (2005), dass die Momentanmedianfrequenz bewegungsrelevanter oberflächlicher Muskeln in zyklischen Sportarten ein geeignetes Mittel zur individuellen Bestimmung von „kritischen Leistungsgrenzen“ zu sein scheint. Längsschnittuntersuchungen dokumentieren den Prozess der Trainingsperiodisierung und liefern möglicherweise Aussagen über den konditionellen Trainingszustand (→Kondition).

EMG-Analysen der Delfinbewegung unter Wasser ergaben, dass die muskulären Aktivitätsmuster in der Rumpf– und Oberschenkelmuskulatur gegenläufig (reziprok) waren und die koaktive Phase für die Unterschenkelmuskulatur größer war als für die anderen Teile und während der ersten Hälfte der Aufwärtskickphase auftrat (Kobayashi et al. 2016).

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EMG
EMG-Modell des Rückenstarts (Hohmann et al. 2006) (von Prof. Hohmann persönlich zur Verfügung gestellt)

 

Mehr zum Thema: http://www.netdoktor.de/diagnostik/elektromyografie/ (Zugriff 12.02.2019)

Video: (Beispiel Lauf) https://www.youtube.com/watch?v=u49aR1D8M40 (Zugriff 12.02.2019)


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