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Begriff

Konnektionismus

Konnektionismus/Konnektivismus (connectionism), lat. conectere „verknüpfen“; Problemlösungsansatz der Kybernetik und der kognitiven Psychologie, der ein System als Wechselwirkungen vieler vernetzter, einfacher Einheiten versteht. Mittels künstlicher neuronaler Netze wird versucht, aus einem scheinbaren Chaos eine Systemordnung zu simulieren (Wollny, 2010, S.32).

Der Konnektivismus ist als junge Lerntheorie noch umstritten. Der Lernende wird dabei zum Bestandteil eines komplexen Wissensnetzwerks. Merkmale sind:

„Sportler würden demnach ihre Bewegungen so ausführen, als ob sie über spezifische Kontrollinstanzen verfügten; tatsächlich stellten die Verhaltensinvarianzen, mit denen man diese Kontrollinstanzen in Verbindung bringt, aber eine emergente (unerwartet neu auftretende) Leistung des konnektionistisch  organisierten motorischen Kontrollsystems dar“ (Güllich & Krüger, 2013. Sport- Lehrbuch für das Sportstudium, Springer, S.224).

Mit konnektionistischen Modellen können unter anderem folgende Fragen gelöst werden:

  • „Welche Rolle spielt das Gehirn bei der Ausführung von Bewegungen?
  • Wie kommt überhaupt eine koordinierte Bewegung zustande?
  • Wie können wir uns die vielen verschiedenen gelernten Bewegungen merken?
  • Warum verlernt man einige motorische Fertigkeiten, wie z. B. Radfahren nicht?
  • Lerne ich eine Bewegung besser, wenn ich sie oft hintereinander wiederhole, oder brauche ich beim Lernen Abwechslung?“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungswissenschaft – Zugriff 12.02.2020)

Mehr zum Thema

Quellen

  • Wollny, R. (2010). Bewegungswissenschaft: Ein Lehrbuch in 12 Lektionen. 2. Auflage. Meyer & Meyer, Aachen Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • SteuerungAllgemein die Beeinflussung von politischen wirtschaftlichen und sonstigen Vorgängen.
  • kognitivLat. cognoscere „erkennen“; Kognition
  • Netz, neuronalesVom Neutronennetz des menschlichen Gehirns abgeleitetes Modell …
  • LerntheorieModell oder Hypothese zur Erklärung von Lernmechanismen.
  • Bedürfnis(Psychologie) Streben, einen Mangel zu beseitigen oder Bedarf zu befriedigen …
  • InstruktionLat. instruere „vorbereiten, unterweisen, unterrichten, anweisen“ …
  • Denken„Prozess des inneren Handelns, bei dem Wahrnehmungs- und Vorstellungsinhalte miteinander …
  • PräzisionssportLat. praecisus „abgekürzt“, „abgebrochen“; Genauigkeit, Exaktheit …
  • FeinkoordinationNach dem Phasenmodell motorischen Lernens …
  • FertigkeitAuf der Grundlage von Fähigkeiten durch Übung angeeignete Komponente einer Tätigkeit …
  • Animal Walks…
  • Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung…
Überarbeitet am 12. Februar 2020Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Konnektionismus. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/konnektionismus/ (abgerufen am 11. Oktober 2026).