Lustprinzip

20. März 2020 L 0

Lustprinzip (pleasure principle), nach der Freud’schen Psychoanalyse Grundprinzip von Handlungen unter dem Motiv des Lustgewinns. Nach dessen Funktionssysteme der Persönlichkeit (Über-Ich, Ich, Es) arbeitet das „Es“ ausschließlich nach dem Lustprinzip. Es sind Triebe und Bedürfnisse, die nach sofortiger Befriedigung drängen (Häcker & Stapf, 2004). Der unabhängige Sportler (Amateur) unterliegt dem Lustprinzip im Sinne Marcuses, denn er vollbringt freiwillig schöpferische Leistungen aus eigenem Antrieb (Krüger, 1972, S. 212).

Exkurs: „Die bis Ende der 1970er Jahren gängige Unterscheidung zwischen Leistungs– und Lustprinzip scheint aber in der Tat seit den 1980er Jahren in Auflösung. Der Imperativ der Leistung wurde ergänzt durch die Forderung, dass Leistung lustvoll sein solle. Damit wurde, angeschlossen an die Neoliberalisierung der transatlantischen Gesellschaften, eine Modernisierung des Leistungsprinzips eingeleitet: Arbeit wurde danach (angeblich) vom fremdbestimmten Leistungszwang befreit, von der Last zur Lust.“ (Stoff, H. im Interview am 2.04.15: http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/leistung._von_der_last_zur_lust?nav_id=5554, Zugriff am 20.03.2020)

„Es ist einfach das Programm des Lustprinzips, das den Lebenszweck setzt.“ Sigmund Freud (1856-1939) Österr. Psychiater

Mehr zum Thema: http://lexikon.stangl.eu/10955/lustprinzip/ (Zugriff am 20.03.2020)

Video: https://www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/lernen-nach-dem-lustprinzip?id=7765c5df-00cd-450f-b410-e90ebc982b53&expandDescription=true – Zugriff 20.03.2020

 


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