Prädisposition

28. Juni 2017 P 0

Prädisposition (predisposition), lat. dispositio „Einstellung“; Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen, die genetisch, konstitutionell oder psychisch bedingt sein kann. Ein Beispiel sind die Gelenke hypermobiler Schwimmer, die zwar große Bewegungsamplituden erlauben, aber zugleich störanfälliger gegenüber Belastungen sind. In der Entwicklungspsychologie eine angeborene Bereitschaft, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln oder eine bestimmte Eigenschaft auszubilden (Quelle:  http://lexikon.stangl.eu/11138/praedisposition/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik).

  • Sportschäden können nicht allein aus sportartspezifischen Überlastungsregionen (z.B. →Schwimmerschulter) erklärt werden, sondern im Zusammenhang mit einer Prädisposition des Sportlers durch Gewebsschwäche, aber auch durch mangelhafte Bewegungstechnik.
  • Bei durch die Sportart (Kunstturnen, Gewichtsklassen usw.) angeregter Gewichtsreduktion kann eine Prädisposition zu krankhafter Nahrungsreduktion einen Teufelskreis einleiten, der zur Magersucht und damit dem Ende der sportlichen Karriere führt (Waldrich 2004).
  • Inzwischen versucht man durch Gen-Tests (etwa 80 €) die Veranlagung (Prädisposition) für bestimmte Sportarten zu ermitteln (→Genetik). Schlüsselgen sei das ACTN3. Bedenkt man aber, dass geschätzt 200 Gene die Leistungsfähigkeit bestimmen, so reicht das eine Gen nicht aus, den „Topschwimmer“ zu finden. Das hält aber amerikanische Eltern nicht davon ab, in der Hoffnung auf ein lukratives Sportstipendium oder gar eine Profikarriere bereits ihre Neugeborenen testen lassen (Winkler, T.: Schlummernde Veranlagung, de vom 17.06.2009).

 

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Prädisposition


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