Bewegungskonstanz

22. März 2017 B 0

Bewegungskonstanz (movement constancy), Merkmal der Wiederholungsgenauigkeit, Übereinstimmung wiederholter zyklischer oder azyklischer Bewegung, die charakterisiert wird durch ein geringes Maß an Abweichungen im räumlich-zeitlichen oder dynamischen Verlauf (→Kinematik).

Dabei entfällt für den Schwimmer als „Einzelkämpfer“ die schwierige Anpassung an die Bewegung der Partner wie im Synchronschwimmen oder Rudern. Hinzu kommt der Vorteil annähernd konstanter äußerer Bedingungen beim Beckenschwimmen, während die Freiwasserschwimmer mit Witterung, Strömung, ungünstige Sicht, Gegnerkontakt usw. rechnen und sich fortwährend anpassen müssen. Das höchste Gleichmaß zeigen Topschwimmer über 200m Disziplinen aufwärts. Dabei ist zu beachten, Gleichmaß in der Geschwindigkeit wird oft durch höhere Frequenzen, damit kürzere Zykluswege erreicht. Bewegungskonstanz kann sich im Schwimmen in den azyklischen Elementen äußern, wenn z.B. beim Langstreckler eine Wende wie die andere „sitzt“. Die Bewegungskonstanz bleibt aber ein wichtiges Merkmal bei der Gestaltung des Rennverlaufs, einerseits ist sie ein Garant für Bewegungsökonomie, zum anderen muss sie aber auch aus taktischen Gründen variiert werden können. Eine absolute Wiederholungsgenauigkeit ist zwar objektiv nicht erreichbar, ein hoher Grad der Bewegungskonstanz bleibt aber ein erstrangiges Ziel im langfristigen Aufbau sportlicher Höchstleistungen. →Bewegung,  →Bewegungsstereotyp, →Bewegungsmerkmal,Wettkampfanalyse


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