Schulfähigkeit

25. Juli 2017 Sch 0

Schulfähigkeit (school ability), Voraussetzungen eines Kindes, den Bildungsgang der Schule zu bewältigen. Dazu zählen Sozialverhalten, körperliche, psychische, emotionale, sprachliche und geistige Entwicklung (→Leistungsvoraussetzungen), die Bereitschaft des Kindes zum Schulbesuch, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Bereitschaft und Fähigkeit zur Übernahme von Aufgaben. Eine allgemein gültige Definition von „Schulfähigkeit“ gibt es nicht. Es gibt auch keine für alle Schulen allgemeingültigen Normen, da jede Schule ihr eigenes Profil hat einschließlich der Gestaltung der Schuleingangsphase. Schulfähigkeit stellt sich nicht automatisch mit der Einschulung ein, zumal alle Kinder aufgenommen werden, die schulpflichtig werden (um das 6. Lebensjahr). Folglich ist ein gleitender Übergang (Spielphasen/ Schmuseecken für Kuscheltiere) zu empfehlen. Der Schulfähigkeit des Kindes steht die „Kindfähigkeit“ der Schule gegenüber (Niesel, R. (2015). Quelle s.u.).

Mehr zum Thema: http://www.familienhandbuch.de/kita/schule/uebergang/SchulreifeoderSchulfaehigkeit.php– Zugriff 14.07.2019

Exkurs: Während die Schulfähigkeit von der biologisch-sozialen Reife des Kindes ausgeht, ist das je nach Bundesland festgelegte Einschulungsalter administartv geregelt, indem ein Kind, das bis zu einem besonderen Stichtag (je nach Land zwischen dem 30. Juni und dem 30. September) eines Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet hat, zum nächstmöglichen Datum in die Schule gehen muss. Diese Regel stößt bei Eltern zunehmend auf Kritik. Während zwischen 1998 und 2004 vorzeitige Einschulungen im Trend lagen, hat sich das Konzept der Schulreife gewandelt. In Bayern haben die Eltern die Möglichkeit, ob ihre zwischen dem 1. Juli und 30. September geborenen Kinder jetzt oder ein Jahr später eingeschult werden. Die Auffassungen der Pädagogen gehen („standesgemäß“) zu dieser Problematik noch auseinander. Für den Vereinssport (→Schule und Verein) ist die Thematik bedeutungsvoll, da der Beginn des Grundlagentrainings im Schwimmen optimal mit dem Schulbeginn korespondiert.

„Kinder sind keine Äpfel, die alle zum gleichen Zeitpunkt reif werden“ Pohlmann-Rother, Prof. für Grundschulpädagogik und -didaktik, Würzburg


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