Güte der Bewegungsausführung

21. Mai 2017 G 0

Güte der Bewegungsausführung (Quality of movement execution), Qualität der Ausführung einer Bewegung (→Technik), die in kompositorischen Sportarten zugleich Gegenstand der subjektiven Bewertung ist (z.B. Wasserspringen). Die Güte der Bewegungsausführung wirkt sich deutlich auf die Trainingsbelastung aus. Deshalb wurde ehemals „Bewegungsgüte“ als fünfte Belastungskomponente mit aufgenommen, bringt aber das eigentliche Anliegen nicht so zum Ausdruck wie „Qualität der Bewegungsausführung“.

Diese fünfte Belastungskomponente wird in der Literatur zumeist noch unterschätzt, spielt aber gerade im langfristigen Leistungsaufbau eine außerordentliche Rolle. Der Trainer sollte sich in seiner Trainingsplanung nicht nur auf Zeitvorgaben beschränken, sondern immer Aufgaben im Interesse einer qualitativen Bewegungsausführung einbinden.

Beispiel: So kann bei einer GA-Serie die Belastung erhöht werden, indem die Bewegungsausführung mit bestimmten Anforderungen verbunden wird (→Dreieratmung, →Abschlagschwimmen, Einhalten bestimmter Frequenzen, Delfinbewegungen in den Übergängen usw.). Werden z.B. um die Zeitvorgabe zu schaffen in einer Serie im Brustschwimmen alle Wenden mit einer Hand ausgeführt oder wird bei einer Rückenserie „Leine gezogen“, dann sind das erhebliche Abstriche auch in der Bewegungsgüte. Im →Krafttraining sollte nicht die Belastungsintensität über die Bewegungsgüte dominieren, wie z.B. durch „halbe“ Liegestütze, Armzug ohne Ellenbogen-Vorhalte usw.

 


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