Antipathie

16. März 2017 A 0

Antipathie (antipathy), griech. antipatheia „Gegengefühl, Abneigung“; Abneigung, zumeist unbewusster Abwehrmechanismus („Chemie stimmt nicht“), der ein sachliches Urteil über die unsympathische Person/Sache erschwert und distanziertes Verhalten fördert, im schlimmsten Fall bis zum Hass gesteigert wird. Antipathie gegenüber Wettkampfstätten (“langsame Bahn“) können zu →Aversionen führen. Antipathie ist zunächst nicht mehr als ein Signal. Setzt man sich realistisch mit den Ursachen auseinander, kann sie abgeschwächt oder sogar überwunden werden. Gegensatz Sympathie

Exkurs: Die Losung „Man kann sich ja aus dem Wege gehen“ ist für den Sport nicht fördernd, da dessen Strukturen mehrheitlch auf einem Miteinander (Verein, Gruppe) beruhen. Also muss der Trainer auch bei manchem „Stinkstiefel“ seine Abneigung zügeln. Wenn dieser Sportler auch noch die ganze Gruppe nervt, sollte gehandelt werden. Das ist aber nicht mit einigen Anordnungen getan. Man muss schon mehr in die Tiefe gehen und sollte sich dabei nicht ausschließen, denn viele Gründe erklären sich aus der Persönlichkeit, den Erfahrungen, eigenen Ansichten und Geschmack. Wenn das gemeinsame Streben nach hohen Zielen auch verbindet, so muss der Trainer mit dem Sportler keine Lebensgemeinschaft eingehen. Man sollte sich auf die gemeinsamen Ziele konzentrieren und dabei den „Stinkstiefel“ mit Aufgaben betrauen, die seinen Fähigkeiten entsprechen. Eine Würdigung dessen Leistung kann dann der erste Schritt einer verbesserten Beziehung sein.

„Sie solten gerade da, wo sie besondere Antipathie empfinden, doppelt streng gegen sich selbst vorgehen, nicht aber Ihrer Antipathie nachlaufen wie der Student seiner Flamme“ Christian Morgenstern (1871 – 1914), deutscher Schriftsteller und Dramaturg

Mehr zum Thema: https://www.imageberater-nrw.de/ib-kompetenzbereiche/psychologie/hintergrundwissen-antipathie/

 


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