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Begriff

Motorcortex

Motorcortex (motor cortex), lat. motor „Beweger“; cortex „Rinde“, Gesamtheit der Areale der Großhirnrinde, in denen die gesamte Skelettmuskulatur „landkartenartig“ (de Marees 1992) vertreten ist. Es besteht ein Direktweg des Motorcordex zu den spiralen Neuronen (→Pyramidalsystem). Der Motorkordex ist Anlaufpunkt („Kommandozentrale“) für zentrale, willensgesteuerte Programme und spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle und Korrektur von Willkürbewegungen (Weineck 2002).

Exkurs:  Studien zeigen, dass der Motorcordex beim motorischen Lernen eine übungs- und effektorspezifische Rolle spielt, die Kraft und Bewegungsbeschleunigung rasch optimiert. Folglich ist der Motorcortex nicht nur eine starre Output-Zone für Willkürmotorik, sondern operiert auf einem hohen hierarchischen Level, um am komplexen motorischem Lernen spezifisch mitzuwirken (Müllbacher 2002).

Mehr zum Thema

  • WebMotorcortex flexikon.doccheck.com · Zugriff 26.10.2020

Verwandte Begriffe

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  • SkelettmuskulaturQuergestreifte, vom Willen gesteuerte Muskulatur …
  • PyramidalsystemPyramidal(motorisches)system (pyramidal system), Teil des motorischen Nervensystems …
  • WillkürbewegungenAuch Willkürmotorik, Bewegungen der dritten Stufe in der Hierarchie …
  • Lernen, motorisches„Erwerb motorischer Handlungskompetenz durch Aneignung motorischer …
  • Effektor(lateinisch efficere ‚bewirken‘), „Erfolgsorgan“ = Teil eines Organs, Gewebes …
  • KraftUrsprünglich nur auf Muskelspannung bezogen …
  • Beschleunigung(acceleration), Geschwindigkeitsveränderung in der Zeit …
  • PyramidenbahnNervenbahn vom Rückenmark bis zum Gehirn …
Überarbeitet am 26. Oktober 2020Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Motorcortex. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/motorkortex/ (abgerufen am 16. Oktober 2026).