Reafferenzprinzip

03. Juli 2017 R 0

Reafferenzprinzip (reafference principle), allgemeines Funktionsprinzip der Nerventätigkeit (→Nervensystem), das auf einem durch Rückkopplung (→Feedback) geschlossenen Reflexbogen beruht. Mit dem motorischen Befehl (→Efferenz) entsteht gleichzeitig im „motorischen Gedächtnis“ eine Kopie (Efferenzkopie), die mit dem durch die motorische Handlung gelieferten Erregungsmuster (→Reafferenz) verglichen wird. Durch den ständigen Vergleich beider Muster können Handlungen entsprechend der Zielfunktion exakt erfolgen.

Der Soll-Ist-Vergleich von Bewegungshandlungen mit der bereits gespeicherten Kopie entscheidet über Erfolg und Misserfolg der Bewegung und ist somit eine wichtige Voraussetzung für Bewegungslernen. Je mehr ein Kind über Bewegungserfahrungen verfügt, umso mehr kann er auf Kopien zurückgreifen, übernimmt der innere Regelkreis immer mehr die Führung. Besonders Hinweise, Korrekturen und Demonstrationen sollten so erfolgen, dass der Lernende sie auf seine eigenen Bewegungsempfindungen beziehen kann (Meinel & Schnabel, 2007, S.174).


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