Seitigkeit

04. August 2022 S 0

Seitigkeit (laterality; dextrality; sidedness), auch: Lateralität; Überwiegen einer Körperseite bei Bewegungshandlungen (Sprungbein, Wurfarm, „starke Linke“ des Boxers usw.) die so ausgeprägt sein können, dass man vom Seitigkeitstyp spricht (z.B. Linkshänder). Zwischen den Seiten gibt es einen Übertragungseffekt (Seitigkeitstransfer), der zwischen gleichartigen Extremitäten am größten ist. Die Ursachen der Seitigkeitsproblematik sind noch unzureichend erforscht. Da die Dominanz einer Seite vor- und nachteilig zugleich sein kann („ein starker Linksschütze bekommt den Ball auf den rechten Fuß“) empfiehlt sich immer, beide Seiten gleichstark auszubilden (→Prinzip der Beidseitigkeit).

Im Schwimmen stören ungleiche Krafteinsätze der Extremitätenseiten eine effektive Schwimmtechnik. Außerdem kann so langfristig die Gefahr von Verletzungen und muskulären Dysbalancen verringert werden. Bei der großen Leistungsdichte im Schwimmen stellt das Trainieren der schwächeren Seite eine erhebliche Leistungsreserve dar. Trainingsexperimente haben aber unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Während einmal die Leistungsdifferenz durch ein Zusatztraining an einem Zugergometer verringert werden konnte, indem für beide Seiten unterschiedliche Widerstände eingestellt wurden (Wolff et al. 2005), zeigte demgegenüber ein Krafttraining an einem Seilzugergometer mit der Einstellung einer höheren Belastung für die schwächere Seite keine signifikante Wirkung (Hermsdorf, 2010). Die Seitigkeit scheint doch eine stark genetisch veranlagte Eigenschaft zu sein, die nur mit großem Trainingsaufwand beseitigt werden kann. Hermsdorf empfiehlt z.B. Wassertraining mit unterschiedlich großen Paddles. →Transfer, kontralateraler, →Asymmetrie, funktionale

einarbeiten:

Ziel dieser Studie war es, die Muskelkraft der unteren Gliedmaßen in Bezug auf das Geschlecht und die Dominanz der Gliedmaßen bei vorpubertären Schwimmern zu vergleichen. Material und Methoden: Vierundsiebzig vorpubertäre Schwimmer (Durchschnittsalter: 11,01±1,58 Jahre; 42 Jungen; 32 Mädchen), die mindestens 8 Stunden pro Woche trainierten und keine aktuellen Schmerzen in den unteren Extremitäten hatten, nahmen an der Studie teil. Die isometrische Muskelkraft der unteren Gliedmaßen wurde mit Hilfe eines Handdynamometers gemessen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wurde mit dem t-Test für unabhängige Stichproben ermittelt, während für den Vergleich zwischen dominanter und nicht-dominanter Seite der t-Test für gepaarte Stichproben verwendet wurde. Das Signifikanzniveau wurde mit p<0,05 angenommen. Ergebnisse: Die Muskelkraft der Kniebeugung (p<0,001), der Kniestreckung (p<0,001) und der Knöchel-Dorsalflexion (p=0,003) war auf der dominanten Seite stärker als auf der nicht-dominanten Seite. Das Verhältnis zwischen Kniebeugung und -streckung war ähnlich (p=0,957), während das Verhältnis zwischen Plantarflexion und Dorsalflexion des Knöchels signifikant unterschiedlich war (p=0,011). Jungenschwimmer hatten eine stärkere isometrische Muskelkraft auf der dominanten Seite zusammen mit dem Verhältnis von Kniebeugung (p=0,018) und Kniebeugungsextensionskraft (p=0,007) als Mädchenschwimmer. Schlussfolgerungen: Jungenschwimmer hatten eine höhere Kniebeugemuskelkraft auf der dominanten Seite als ihre weiblichen Altersgenossen. Das Geschlecht und die Dominanz der unteren Gliedmaßen könnten für die Muskelkraft der unteren Gliedmaßen wichtig sein, um bei vorpubertären Schwimmern vor der Planung eines Trainingsprogramms Unterschiede aufzuzeigen. (Özcadirci, Özturk, Cinemre & Kinikli (2021). Muscle strength evaluation of limb dominance in prepubescent swimmers boys and girls. Baltic Journal of Health and Physical Activity, 13 (3), 23-30. Zugriff am 04.08.2022)

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