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Begriff

Reflexumkehr

Reflexumkehr (inversion of reflex; reflex reversal), „Umwandlung eines Reflexerfolges in einen gegensätzlichen Endeffekt (»antagonistischer«, »reziproker« Reflex; auch paradoxer Reflex); wahrscheinlich infolge paralleler Auslösung zentraler Erregung und Hemmung, abhängig von der Erregbarkeit zugehöriger Neuronensysteme und dem Dehnungszustand der betreffenden Muskeln“ (ROCHE-Lexikon). Reflexumkehr beschreibt verschiedene Vorgänge im Nervensystem, die sich durch die Fähigkeit auszeichnen, die Erregung im Gegensatz zu den allgemeinen Reflexregeln den „richtigen Muskeln“ zuzuleiten und sie „richtig“ arbeiten zu lassen (v. Uexküll, 1929).

Verwandte Begriffe

  • AntagonistGriech. anti „gegen“ + agone „Bewegung“; In der Anatomie der Gegenspieler …
  • ErregungsübertragungAuch „Transmission“ …
  • HemmungStörung des normalen Ablaufs psychischer oder auch körperlicher Funktionen …
  • NeuronGriech.aneũron, deutsch "Flechse, ‚Sehne"; morphologische …
  • MuskelLat. musculus „Mäuschen“; in der Summe aller Muskeln (Muskulatur) das größte Organ des …
  • NervensystemEinheitliches Netzwerk von Zentralnervensystem (ZNS) und peripheren Nerven.

Schlagwörter

Überarbeitet am 5. November 2022Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). Reflexumkehr. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/reflexumkehr/ (abgerufen am 13. Oktober 2026).