Selbstwertstreben

18. Juli 2017 S 0

Selbstwertstreben (pursuit of self-respect), Motiv, sich als „Träger seines Wertes zu erleben“ (DORSCH-Lexikon, 2004), Bedürfnis mit Hochachtung begegnet und akzeptiert zu werden. Neben frühkindlichen Einflüssen spielen weitere soziale Faktoren (Status in der Gruppe, sportliche Erfolge) und die jeweiligen Bezugsgruppen eine Rolle. Nach Adler (1930) ist das Selbstwertstreben der „Motor der Psyche“, welches unter dem Einfluss von Angst und Minderwertigkeitskomplexen in Machtambition ausarten kann. Es kann aber auch Antrieb für besondere Leistungen im Beruf, der Kunst oder eben auch im Sport sein. Eine Stärkung des Selbstwertstrebens geht einher mit einer Kräftigung der Arbeits- und Beziehungsfähigkeit, seelischer Gesundheit, Produktivität und der Fähigkeit, in Krisen standzuhalten und diese zu überwinden (Kaminski, 2014). →Selbstverwirklichung

Neben Leistungsstreben, sozialem Kontaktbedürfnis und sozialer Anerkennung ist Selbstwertstreben (Freude an Bewegung, Belastungsausgleich, Leistungsgrenzen austesten, gesunder Körper…) eines der dominanten Motive junger Sportler (Rieder et al. 1986, S. 70). Der erfolgreiche Rudertrainer Karl Adam sah im Selbstwertstreben einen Erfolgsfaktor für Sportler und Trainer.

 


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