Bewegungsradius (ROM)

28. Dezember 2018 B 0

Bewegungsradius (ROM) (Range of Motion), Bewegungsausmaß, mit sehr unterschiedlichem Gebrauch, in der Regel begrenzt, z.B. beim Elektroauto mit geringem Bewegungsradius von 250 km oder bei Behinderten, dem eingeschränkten Bewegungsradius des Wildes durch die Ausdehnung der Städte usw.

In der Sportwissenschaft ist ROM hauptsächlich auf den Bewegungsspielraum der Gelenke mit den ansetzenden Bändern und Muskeln beschränkt. Diese werden begrenzt durch:

  • Knochenhemmung (z.B. verhindert das Olecranon, der knöcherne Fortsatz am Ende der Elle, ein Überstrecken des Unterarms,
  • Muskelhemmung (z.B. verhindern die ischiokruralen Muskeln eine vollständige Flexion im Hüftgelenk)
  • Bandhemmung (z.B. verhindert ein vom Becken zum Oberschenkelkopf ziehendes Band (Lig. iliofemorale) ein Überstrecken im Hüftgelenk)
  • Weichteilhemmung (z.B. verhindern Weichteile des Oberschenkels eine vollständige Flexion im Kniegelenk).

(nach: Schünke: Topographie und Funktion des Bewegungssystems, Thieme 2000, S. 59)

Messungen am Fußgelenk zeigten signifikant erhöhte ROMs bei Frauen im Vergleich zu Männern (Sugimoto et al. 2018). In zahlreichen Studien sind die positiven Auswirkungen von Dehnübungen (Stretching) auf den Bewegungsradius nachgewiesen worden. →Beweglichkeitstraining


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